POLITIK PORTUGALS
Politisches System
Seit der Nelkenrevolution des Jahres 1974 hat Portugal sich zu einer stabilen parlamentarischen Republik entwickelt. Die vier wichtigsten Organe der Politik in Portugal sind der Präsident, der Premierminister und sein Ministerrat, das Parlament sowie die Justiz.
Der Präsident, der alle fünf Jahre direkt in allgemeinen Wahlen bestimmt wird, ist auch Oberkommandierender der Streitkräfte. Er ernennt einen Premierminister und den Ministerrat, wobei er sich am Ergebnis der Parlamentswahlen zu orientieren hat. Der Staatsrat ist ein Gremium, das den Präsidenten berät, und besteht aus dem Staatspräsidenten und allen seinen Vorgängern, dem Premierminister, dem Präsidenten des Verfassungsgerichtes, dem Bürgerbeauftragten, den regionalen Präsidenten (Madeira und Azoren) sowie fünf vom Staatspräsidenten und fünf vom Parlament ausgewählten Personen.
Die Regierung wird vom Premierminister angeführt, der sich einen Ministerrat zusammenstellt. Jede neue Regierung muss dem Parlament ein Programm vorlegen, über welches debattiert wird. Sofern es nicht abgelehnt wird, bedeutet dies, dass die Regierung vom Parlament akzeptiert ist.
Das Parlament wird als Assembleia da República (Versammlung der Republik)bezeichnet und besteht aus einer Kammer mit bis zu 230 Abgeordneten. Die Abgeordneten werden für vier Jahre gewählt, wobei das Verhältniswahlrecht zur Anwendung kommt. Der Präsident hat das Recht, das Parlament aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen.
Das Oberste Gericht ist die höchste Instanz der portugiesischen Justiz, wobei es spezielle Oberste Gerichte für militärische, verwaltungsrechtliche und steuerrechtliche Fragen gibt. Das Verfassungsgericht Portugals hat neun Mitglieder und überwacht die verfassungsgemäße Auslegung des Rechts.
Es gibt zwei große Parteien, die sozialdemokratisch orientierte Sozialistische Partei (PS) und die bürgerlich-konservativ orientierte Sozialdemokratische Partei (PSD). Daneben gibt es auf der rechten Seite noch die rechtspopulistische Volkspartei (CDS/PP) und auf der linken Seite die traditionsreiche Partido Comunista Português (PCP) und der vor wenigen Jahren als Sammelbecken der intellektuellen Linken gegründete Linksblock (Bloco de Esquerda, BE). Diese fünf Parteien sind zurzeit alle im Parlament vertreten. Die Grünen (Partido Ecologista “os Verdes”, PEV) treten in Portugal immer in Listenunion mit den Kommunisten an und bekommen darüber normalerweise ein Parlamentsmandat.
Siehe auch > Liste der politischen Parteien Portugals
Internationale Beziehungen
Portugal ist Mitglied der Europäischen Union und hat im zweiten Halbjahr 2007 den Ratsvorsitz inne. Das Land hatte den Vorsitz bereits im ersten Halbjahr 2000. In dieser Zeit verfolgte Portugal vor allem das Ziel, den Dialog mit Afrika zu forcieren und Impulse zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu geben.
Portugal war Gründungsmitglied der NATO und beteiligt sich mit Truppen an der Friedenssicherung auf dem Balkan. Zusammen mit Spanien ist Portugal an den Ibero-Amerikanischen Gipfeltreffen beteiligt, deren Ziel der Dialog v. a. mit den Ländern Lateinamerikas ist. Federführend war das Land auch an der Gründung der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder (CPLP) beteiligt, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit dieser Länder zu vertiefen. Portugal unterstützte Osttimor, eine frühere Kolonie, in seinem Unabhängigkeitskampf finanziell und militärisch und kooperiert jetzt in diesem jungen Staat mit asiatischen Ländern, den Vereinigten Staaten sowie der UNO.
Portugal hat einen Territorialstreit mit Spanien um Olivenza (bzw. Olivença), welches zu Spanien gehört, jedoch von Portugal beansprucht wird. Olivença ist seit 1801 unter spanischer Verwaltung: Spanien erklärte sich auf dem Wiener Kongress von 1815 bereit, das Gebiet an Portugal zurückzugeben. Dies ist bis heute nicht geschehen, und Portugal verlangt regelmäßig, dass die Rückgabe vollzogen wird.
Bildungssystem
Bis zur Nelkenrevolution 1974 wurde Bildung sträflich vernachlässigt und auch nach der Revolution ging der Aufbau des Bildungssystems nur langsam voran. Dies macht sich bis heute bemerkbar: Im Jahr 2000 verfügten beispielsweise nur etwa ein Zehntel der Dreißigjährigen über einen Hochschulabschluss. Damit hatte Portugal unter den EU-Mitgliedern vor der Osterweiterung den mit großem Abstand niedrigsten Wert. Darüberhinaus hat Portugal heute eine Analphabetenquote von etwa 6,7 % (5 % bei Männern, 9 % bei Frauen).
Das Schulsystem besteht aus einer vierjährigen Grundschule und einer fünfjährigen Oberschule. Es besteht eine gesetzlich festgelegte neunjährige Schulpflicht für alle Kinder ab dem sechsten Lebensjahr. Der Pflichtschulunterricht ist an staatlichen Schulen kostenlos und für den Unterricht an einer der vergleichsweise zahlreichen privaten Institutionen können bedürftige Familien Unterstützung erhalten.
Wer nach der Oberschule noch die dreijährige Escola Secundária absolviert, bekommt die Universitätsreife und kann zwischen mehreren Möglichkeiten des Hochschulstudiums wählen: Hochschulbildung wird in Portugal von staatlichen und privaten Universitäten (universidades) sowie staatlichen und privaten Fachhochschulen (escolas politécnicas) angeboten. Zur Förderung der abgelegeneren Gebiete wurden auch in vielen mittleren Städten Hochschulen eingerichtet; der Wechsel von einer zur anderen Institution ist relativ leicht. In jedem Fall ist eine Aufnahmeprüfung zu absolvieren und es sind Studiengebühren zu entrichten, die bei den privaten Schulen höher sind als bei den staatlichen, und auch je nach Fachrichtung variieren; auf staatlichen Einrichtungen bis zu 850 EUR jährlich. Trotzdem ist etwa ein Drittel der Studenten bei einer privaten Institution eingeschrieben. Zusätzlich zu den Einschreibegebühren sind propinas zu bezahlen, das sind Gebühren für die Vergabe von Zeugnissen und Diplomen. Etwa 20 % der Studenten kommen in den Genuss einer einkommensabhängigen staatlichen Stützung.
Administrative Gliederung
Hauptartikel > Administrative Gliederung Portugals
Das relativ kleine Portugal hat eine sehr komplexe Verwaltungsgliederung. Es gibt fünf Regionen, 18 Distrikte und die zwei autonomen Regionen der Azoren und Madeira, daneben existieren 28 sogenannte statistische Unterregionen. Eine Ebene darunter folgen etwa 300 Kreise und 4.200 Gemeinden. Diese Gliederung ist eher ineffizient und teuer, weshalb eine Reform in Arbeit ist, die die Distrikte abschaffen und Kompetenzen dezentralisieren soll.
Quelle: Wikipedia
In einem Restaurant am Ende der Rua dos Pescadores mit Aussicht auf die Praia do Carvoeiro ist eine Webcam sowie eine zweite auf dem Vorplatz zur Praia de Carvoeiro installiert, die alle 30 Sekunden ein Bild ins Netz stellen.
Auch wenn die Temperaturen an der Algarve selbst in den Wintermonaten ausgesprochen mild sind, kann auf eine Heizung nicht verzichtet werden. Die Wärme für die angenehme Fußbodenheizung wie auch für die Warmwasser-Zubereitung kommt bei uns klimafreundlich und weitgehend CO2-neutral aus einer modernen Heizungsanlage mit integrierten Sonnen-Kollektoren.
