WIRTSCHAFT PORTUGALS
Allgemeines
Seit dem Beitritt Portugals zur EG im Jahre 1986 hat sich Portugal mehr und mehr zu einer diversifizierten, vor allem auf Dienstleistungen ausgerichteten Ökonomie entwickelt. Dienstleistungen sind mittlerweile für etwa zwei Drittel des BIP verantwortlich. Wie auch in anderen Staaten Europas wurden in den letzten Jahren weit reichende Privatisierungen durchgeführt und die Staatsausgaben reduziert. Im Jahre 1998 hat sich Portugal für den Beitritt zur Europäischen Währungsunion qualifiziert und führte wie auch elf andere Staaten am 1. Januar 2002 den Euro als Zahlungsmittel ein.
Die Neuverschuldung Portugals übersteigt momentan die im Maastricht-Vertrag festgelegten 3 %, wobei das Land damit nicht allein dasteht.
Das Wirtschaftswachstum hat mit etwa 3,3 % jährlich zwar in der Vergangenheit jenes des EU-Durchschnitts in der Regel übertroffen, trotzdem ist Portugal nach wie vor das ärmste Altmitglied der EU: Das Pro-Kopf-BIP (in Kaufkraftparitäten) liegt bei etwa 78 % des Durchschnitts der EU-Länder vor der Osterweiterung, wobei es im Jahr 1985 noch etwa bei 50 % lag. Im Vergleich mit dem BIP der erweiterten EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Portugal einen Index von 72.9 (EU-25:100) (2003). Als Hindernis für stärkeres Wachstum von Produktivität und Beschäftigung werden vor allem strukturelle Probleme gesehen, wie z. B. das nach wie vor schlechte Bildungssystem und die hohe Analphabetismusrate, die teils schlechte Infrastruktur, und die ineffiziente Verwaltung. Aus diesem Grund gerät Portugal immer mehr in einen Wettbewerb mit Niedriglohnländern aus Mittel- und Osteuropa, Asien und Nordafrika und ist für ausländische Direktinvestitionen nicht sonderlich attraktiv; die Durchschnittslöhne sind in Portugal sehr niedrig bei sehr langen Arbeitszeiten. Ausländische Investitionen kommen vor allem aus Großbritannien und Spanien; die größte Investition aller Zeiten war die Errichtung von Auto-Europa, einer Autofabrik.
Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit lag 2006 mit 7,1 % knapp unter EU-Durchschnitt (7,5 %). Zu berücksichtigen ist, dass es einen großen informellen Sektor in Portugals Wirtschaft gibt, welcher einen gewissen Anteil der Arbeitslosen beschäftigt, der sonst in die Arbeitslosenstatistik fallen würden.
Außenhandel
Der Außenhandel wird zu etwa 80 % mit den EU-Partnern abgewickelt; exportiert werden vor allem Bekleidung und Schuhe, Maschinen, Chemieprodukte, Kork sowie Zellstoff und Papier. Importiert werden Maschinen, Fahrzeuge, Öl und Ölprodukte sowie Landwirtschaftsprodukte. Dabei hat Portugal ein sehr großes Handelsbilanzdefizit und auch ein Zahlungsbilanzdefizit, welches durch hohe Einnahmen aus dem Tourismus nicht so hoch wie das Handelsbilanzdefizit ist.
Bodenschätze
Portugal besitzt Rohstoffvorkommen in Form von unter anderem Kohle, Kupfer, Zinn, Gold, Eisenerze wie Pyrit und Chalcopyrit, Tonminerale wie Kaolinit sowie Wolframit und Uraninit. Es gehört zu den weltführenden Nationen in der Wolframproduktion. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts galt Portugal als wichtiger europäischer Lieferant für Uran. Der Uranabbau wurde jedoch zu Beginn des 21. Jahrhunderts wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt. Während des Zweiten Weltkrieges versorgte sich Deutschland mit portugiesischem Wolfram für die Waffenproduktion, während die Atombombe von Hiroshima portugiesisches Uran enthielt.
Landwirtschaft
Die Landwirtschaft Portugals ist eine der ineffizientesten in Europa; der Anteil der Landwirtschaft am BIP liegt bei etwa 5 %, jedoch sind mehr als 15 % der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft beschäftigt. Dies führte dazu, dass viele Betriebe aufgaben und mittlerweile fast die Hälfte der Nahrungsmittel importiert werden. Die Korkeichenplantagen im Alentejo und der Anbau von Mandeln befinden sich ebenfalls in einer tiefen Krise. Andererseits werden große Flächen mit schnell wachsendem Eukalyptus aufgeforstet und so der Zellstoffindustrie – einem wichtigen Wirtschaftsfaktor Portugals – Rohstoffe geliefert. Dies ist aus umweltpolitischen Gründen sehr bedenklich, weil Eukalyptus den Boden auslaugt, den ursprünglichen Wald und damit die Tierwelt verdrängt und selbst sehr leicht brennt, was zu den häufigen katastrophalen Waldbränden im Sommer führt.
Ähnlich wie die Landwirtschaft kämpft auch die Fischerei mit Produktivitätsproblemen; die portugiesische Fischereiflotte ist gegenüber der spanischen weit im Hintertreffen. Der meiste Fisch wird importiert.
Tourismus
Für etwa 8 % des BIP, mit steigender Tendenz, ist der Tourismus verantwortlich, wobei die meisten Besucher aus Spanien und Großbritannien kommen. Die Algarve ist dabei unangefochten das Zentrum.
Kenndaten
- Bruttosozialprodukt (Mrd. US$): 109,86 (1998), 109,99 (1999), 110,6 (2000),
- Bruttosozialprodukt / Einwohner (US$): 11.020 (1998), 11.010 (1999), 11.060 (2000)
Internationale Wirtschaftsbeziehungen
Staatsausgaben
Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für
- das Gesundheitswesen bei 9%
- das Bildungswesen bei 11%
- das Militär bei 6%
Quelle: Wikipedia
In einem Restaurant am Ende der Rua dos Pescadores mit Aussicht auf die Praia do Carvoeiro ist eine Webcam sowie eine zweite auf dem Vorplatz zur Praia de Carvoeiro installiert, die alle 30 Sekunden ein Bild ins Netz stellen.
Auch wenn die Temperaturen an der Algarve selbst in den Wintermonaten ausgesprochen mild sind, kann auf eine Heizung nicht verzichtet werden. Die Wärme für die angenehme Fußbodenheizung wie auch für die Warmwasser-Zubereitung kommt bei uns klimafreundlich und weitgehend CO2-neutral aus einer modernen Heizungsanlage mit integrierten Sonnen-Kollektoren.
